Verlage, Druckindustrie, Papierverarbeitung

Papierverarbeitung: Warnstreiks vor der fünften Runde

Papierverarbeitung: Warnstreiks vor der fünften Runde

Vor der fünften Runde der Tarifverhandlungen für die rund 100.000 Beschäftigten der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie haben am 18. Februar 2019 zahlreiche Beschäftigte e Arbeit niedergelegt. An den Warnstreiks beteiligten sich 500 Arbeiter und Angestellte aus mehreren hessischen Betrieben.

Zu einer gemeinsamen Streikversammlung haben sich die Beschäftigten des Wellpappenherstellers DS Smith Packaging aus den Werken Fulda, Erlensee und Lahnau in Erlensee versammelt. Vor dem Werkstor des größten deutschen Werkes des internationalen Konzerns forderte der ver.di-Landesleiter Jürgen Bothner in einer Ansprache die Arbeitgeber auf, ihren Versuch aufzugeben, die Beschäftigten der Branche von der allgemeinen Lohnentwicklung abzukoppeln.

Ebenfalls zu einer gemeinsamen Streikversammlung trafen sich in Wiesbaden im ver.di-Haus in der Bahnhofstraße streikende Kolleginnen und Kollegen der Firmen Constantia Ebert (Wiesbaden, Hersteller von bedruckten Folien), Deutsche Rondo Blei+Guba (Kelkheim, Hersteller von Faltschachteln und

Seit 6.00 Uhr waren auch die Beschäftigten der Marburger Tapetenfabrik in Kirchhain und ab 12.00 Uhr die Kolleginnen und  Kollegen von Smurfit Kappa in Heppenheim im Warnstreik.

Die bundesweiten Verhandlungen über einen neuen Lohntarifvertrag werden am 19. Februar in Berlin in fünfter Runde fortgesetzt. ver.di ist mit einer Forderung nach einer Lohnsteigerung um 6,0 Prozent und einer Erhöhung der Azubi-Vergütungen um einheitlich 90 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten in die Verhandlungen gegangen, die bereits seit Oktober 2018 andauern. Hauptstreitpunkte sind das bisher zu geringe Lohnangebot der Arbeitgeber, die nach fünf Nullmonaten in zwei Stufen lediglich insgesamt 4,6 Prozent bei einer Laufzeit von 26 Monaten angeboten haben, und eine von den Arbeitgebern geforderte Öffnungsklausel. Sie soll es möglich machen, dass eine vereinbarte Tariflohnerhöhung nach fünf Nullmonaten betrieblich um weitere sechs Monate verschoben werden kann. Dies lehnt ver.di ab.