Journalismus - dju

Fotojournalist von "Querdenkern" bedrängt

Fotojournalist von "Querdenkern" bedrängt

Frankfurt am Main, 24. September 2020. Bei einer Demonstration der sogenannten „Querdenker“ im Frankfurter Grüneburgpark am vergangenen Samstag wurde ein Fotojournalist bedrängt und bedroht. Ein Video auf faz.net https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/fotojournalisten-bei-der-arbeit-bedraengt-16964266.html  zeigt eindrücklich, wie Demonstrationsteilnehmer dem Journalisten sehr nahekommen und ihn beleidigen. Von den anwesenden Ordnern erhielt der Journalist kaum Unterstützung. Stattdessen wurde er von Rednern und Teilnehmern aufgefordert, nicht zu fotografieren. Auch die Polizei schützte die Pressevertreter offenbar nicht, obwohl sich die Stimmung zunehmend aufheizte, als ein Redner die Teilnehmer von der Bühne aus aufforderte, Masken abzulegen.

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalistenunion (dju) Hessen fordert Polizei und Veranstalter auf, Pressevertreter bei kommenden Veranstaltungen besser zu schützen. Laut deren Homepage plant „Querdenken“ für den heutigen Donnerstagabend eine weitere Veranstaltung im Grüneburgpark. Am Samstag soll eine Versammlung in Darmstadt stattfinden. Es muss sichergestellt werden, dass Journalistinnen und Journalisten ungehindert ihrer Arbeit nachgehen können. Dazu gehören auch Film- und Fotoaufnahmen, zumal bei öffentlichen Demonstrationen und Kundgebungen Journalisten ohne Einschränkungen fotografieren dürfen.