Kunst und Kultur

Musikakademie Kassel: Honorarerhöhungen überfällig

Musikakademie Kassel: Honorarerhöhungen überfällig

Nach der Tarifeinigung für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst hält ver.di eine Honorarerhöhung für die Lehrbeauftragten der Musikakademie Kassel für überfällig.

 „Lehrbeauftragte werden von der Stadt in prekären Verhältnissen gehalten. Sie hangeln sich von Semester zu Semester und werden für manche Leistungen gar nicht bezahlt. Als tariflich Beschäftigte würden sie knapp 20 Euro mehr pro Unterrichtsstunde erhalten. Gerade bei der Kommune sollte gelten: gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, so Ellen Sandrock-Becker von ver.di.
Die Musikakademie der Stadt Kassel ist ein Ausbildungsinstitut für instrumentalpädagogische Berufe in kommunaler Trägerschaft. Als Teil des Kulturamtes wird sie aus Mitteln des Landes Hessen und der Stadt Kassel finanziert. Seit einer strukturellen Änderung 2012 ist die Stadt für die Personalkosten zuständig und erhält vom Land nur eine Pauschale pro Studierendem. Ergebnis war die zunehmende Umstellung von Tarifbeschäftigten auf Lehrbeauftragte und das Einfrieren der Vergütung der Lehrbeauftragten.
Nachdem jetzt ein Tarifabschluss für die kommunalen Beschäftigten, der unter anderem auch Entgeltsteigerungen vorsieht, gelungen ist, sollten die Beschäftigten der Musikakademie in Kassel nicht noch weiter von der allgemeinen Gehaltsentwicklung abgekoppelt werden. Gerade bei Beschäftigten im kulturellen Bereich gehört die Prekarität zunehmend zum Normalzustand. In  der weiter andauernden „Corona-Krise“ ist das für viele Beschäftigte im Kulturbereich besonders bitter. „Als kommunaler Arbeitgeber gäbe es hier die Chance Alternativen zu bieten und in der Musikakademie für angemessene Vergütungen zu sorgen", so Ellen Sandrock-Becker von ver.di.

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