Kunst und Kultur

Hilfsprogramm für Kulturschaffende

Hilfsprogramm für Kulturschaffende

Frankfurt am Main, 13. Mai 2020. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft begrüßt die Entscheidung des Landes Hessen, freien Kulturschaffenden Arbeitsstipendien für Projekte zu bewilligen, um den Übergang aus der Corona-Pandemie-Zeit zu erleichtern. Ab dem 1. Juni 2020 können hessische Kulturschaffende, die in der Künstlersozialkasse versichert sind, Arbeitsstipendien beantragen und erhalten zudem die Möglichkeit, ihre Werke digital der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Arbeitsstipendien sind mit jeweils 2.000 Euro dotiert und werden nicht auf eventuelle Grundsicherungsleistungen (Hartz IV) angerechnet.

„Die Landesregierung hat damit zumindest für einen Teil der hessischen Solo-Selbständigen auf die ver.di-Forderung nach mehr Unterstützung reagiert,“ sagte der für den Bereich Medien und Kunst zuständige Fachbereichsleiter Manfred Moos von ver.di Hessen. Es bleibe aber eine Lücke für die Solo-Selbständigen, die sich nicht über die Künstlersozialkasse versichern können, weil sie keine künstlerische oder publizistische Tätigkeit ausüben. Sie werden weiterhin ausschließlich auf die Beantragung von Hartz IV verwiesen. „Wir teilen deshalb die Kritik der hessischen Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn an der Großen Koalition in Berlin, die nach wie vor einen Ausgleich von Lebenshaltungskosten durch Soforthilfen nicht zulässt“, sagt die stellvertretende Landesleiterin von ver.di Hessen, Angelika Kappe, die auch für die in der Gewerkschaft organisierten Selbständigen zuständig ist. ver.di fordere deshalb weiterhin Unterstützungsleistungen auch für den Lebensunterhalt von Solo-Selbständigen, die derzeit vielfach keinerlei Einnahmen erzielen können.