Kunst und Kultur

Tarifvertrag Kurzarbeit für die Hessischen Staatstheater

Tarifvertrag Kurzarbeit für die Hessischen Staatstheater

ver.di Hessen hat am 23. November 2020 mit dem Land Hessen einen Tarifvertrag zur möglichen Einführung von Kurzarbeit in den drei hessischen Staatstheatern in Darmstadt, Wiesbaden und Kassel abgeschlossen. Die Tarifeinigung beinhaltet eine zentrale ver.di-Forderung: im Falle von Kurzarbeit die Aufstockung des Nettoentgelts auf 100%. „Das ist ein echter Erfolg für die Beschäftigten an den drei Staatstheatern“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Volker Koehnen vom hessischen Landesfachbereich Medien, Kunst und Industrie, „wenn sie kurzarbeiten sollten, entsteht ihnen kein Nachteil“.

Das Land Hessen war vor einiger Zeit auf ver.di zugekommen und hatte zur Aufnahme von Tarifverhandlungen aufgefordert. Daraufhin entschied sich ver.di, in Verhandlungen einzutreten. „Ziel war es“, so Karin Lucas, stellvertretende Personalratsvorsitzende im Staatstheater Wiesbaden und Mitglied der ver.di-Verhandlungskommission, „für den Fall der Einführung von Kurzarbeit zum einen Nachteile für betroffene Beschäftigte zu verhindern und zum zweiten die Mitbestimmungs- (z.B. Dienstplangestaltung) und Informationsrechte der Personalvertretungen in den drei Staatstheatern zu sichern“ – beides sei von ver.di dann auch durchgesetzt worden. Weitere Inhalte der Tarifeinigung sind: Berücksichtigung aller Zulagen bei der Berechnung des Netto-Entgelts, Ankündigungsfrist für Kurzarbeit gegenüber Personalräten (ab 01.01.2021) und bei Ausweitung von Kurzarbeit von 7 Tagen gegenüber den Personalvertretungen, Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen während der Laufzeit des Tarifvertrages. Der Tarifvertrag tritt am 01.12.2020 in Kraft und hat eine Laufzeit bis 31.12.2021.

 

 

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