Medien, Kunst und Industrie in Hessen

Empörung über Treffen des Chefs von "HessenFilm“ mit AfD-Meuthen

Empörung über Treffen des Chefs von "HessenFilm“ mit AfD-Meuthen

Zwei Filmemacher*innen verlassen die Förderkommission

Nachdem bekannt wurde, dass sich Joachim Mendig (seit 2015 Geschäftsführer der Hessischen Filmförderung) mit AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen und dem Frankfurter PR-Berater Moritz Hunzinger Ende Juli zu einem „politischen Gedankenaustausch“ getroffen hat, scheint das Vertrauen in den Geschäftsführer beschädigt. Zwei Vertreter/innen der Förderkommission der HessenFilm, der Autor und Regisseur Rolf Silber und die Filmproduzentin Heike Wiehle-Timm beenden ihre Tätigkeit in der Kommission mit der Begründung, dass u.a. das Kulturverständnis der AfD so reaktionär und rückwärtsgewandt sei, dass der Geschäftsführer gut daran getan hätte „eine Armlänge Abstand“ zu halten. Ein Foto auf Instagram hatte Mendig in froher Runde mit Meuthen und Hunzinger in einem Café gezeigt.

Auch die Filmschaffenden in ver.di äußern sich sehr kritisch: „Dass die AfD in weiten Teilen rechtsextreme und menschenverachtende Haltungen vertritt, ist zutiefst beunruhigend. Wir setzen uns dafür ein, dass der Kultur- und Medienbetrieb weltoffen, tolerant und vielfältig bleibt. Das Verhalten von Joachim Mendig schadet dem Ansehen der gesamten Institution.“

Die zuständige Ministerin Angela Dorn hatte ihre „Verwunderung“ über den Vorfall bereits zum Ausdruck gebracht. Nun gelte es mögliche Konsequenzen zu prüfen, sagen die Filmschaffenden. Verwunderung sei zu wenig.

Entdeckt hatte das Foto die Redaktion des "Journal Frankfurt":

https://www.journal-frankfurt.de/journal_news/Panorama-2/Mnage-a-trois-AfD-Hessenfilm-PR-Mann-Ein-Flirt-mit-der-AfD-34551.html