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Mediengruppe Frankfurt: Erklärung der Beschäftigtenversammlung vom 10. März

Beschäftigte diskutieren Folgen des Verkaufs der Societäts-Betriebe an die Ippen-Gruppe

Frankfurt am Main, 10. März 2018. Der Verkauf der Frankfurter Societäts-Druckerei, der Frankfurter Neuen Presse, der Frankfurter Rundschau und weiterer Betriebe durch die FAZ bzw. die FAZIT-Stiftung an die Firma ZHH aus der Ippen-Gruppe hat für erhebliche Unruhe in den betroffenen Belegschaften geführt. Auf einer von ver.di organsierten Versammlung haben sich am 10. März, die Beschäftigten aus den be­troffenen Betrieben über die möglichen Folgen für Arbeitsplätze und tarifliche Rege­lungen informiert. In einer zum Abschluss der Veranstaltung verabschiedeten Erklä­rung legen sie ihre Forderungen und Erwartungen an die neuen Eigentümer dar:

Erklärung der Beschäftigtenversammlung vom 10. März 2018 zum Verkauf der Mediengruppe Frankfurt an die Zeitungsholding Hessen (ZHH)

Die heute in Frankfurt versammelten Beschäftigten aus verschiedenen Betrie­ben der Mediengruppe Frankfurt und des Societäts-Konzerns fordern die neuen Eigentümer auf, die Konditionen zum Kauf der Unternehmen transparent darzustellen und uns ihre Pläne für die erworbenen Firmen darzulegen.

Insbesondere benötigen wir und die von uns gewählten Betriebsräte Informati­onen über die Laufzeit der Druck-Verträge mit der FAZ und anderen Verlagen.

Die Belegschaft setzt sich für die Sicherung aller Arbeitsplätze im Unternehmen ein. Kündigungen müssen ausgeschlossen sein. Für die älteren Kolleginnen und Kollegen fordern wir eine tarifliche Regelung zur Altersteilzeit.

Bestehende Tarifbindungen und Betriebsvereinbarungen sind einzuhalten, tariflose Gesellschaften sollen so bald wie möglich in eine Tarifbindung über­führt werden.

Wir weisen alle Kolleginnen und Kollegen darauf hin, dass bestehende Verträge ihre Gültigkeit behalten. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten also auf keinen Fall neue Arbeitsverträge unterschreiben.

 

An der Versammlung nahmen unter anderem Beschäftigte der Frankfurter Societäts-Druckerei, der Frankfurter Neuen Presse, der Frankfurter Rundschau und der RheinMainMedia GmbH teil.