Kunst und Kultur

Warnstreik städtische Bühnen Frankfurt Ostermontag 2018

Warnstreik städtische Bühnen Frankfurt Ostermontag 2018

Der Betriebsratsvorsitzende der städtischen Bühnen Frankfurt, Roland Sittner ist vollauf zufrieden mit dem Streikverlauf am Ostermontag. "Gut 100 Kolleginnen und Kollegen haben mitgemacht. Die Stimmung war gut. Uns wurde viel Verständnis entgegengebracht, obwohl gut 2.000 Besucher entweder umsonst gekommen waren oder aber etwas anderes zu sehen bekamen als geplant."

Die Aufführungen am "Husbands ans Wives" von Woody Allen am Kammerspiel und "Das siebte kreuz" von Anna Seghers an der großen Schauspielbühne wurden abgesagt. Im Opernhaus wurde die Oper "L'Africaine - Vasco de Gama" konzertant aufgeführt.

ver.di hate die nicht-künstlerischen Beschäftigten an Kammerspiel, Schauspiel und Oper in Frankfurt am Ostermontag zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Der Streik begann um 7.00 Uhr und dauerte bis zum Ende des Spätdienstes. Der Aufruf richtete sich an Beschäftigte, die zum Dienst eingeteilt waren. Dabei handelte es sich um die Bereiche Bühnentechnik, Beleuchtung, Ton, Requisite, Kostüm, Kasse und Maske.

Mit dem Streik wollen die Bühnenbeschäftigten ihrer Forderung in der Tarifrunde öffentlicher Dienst Nachdruck verleihen. Dort ist bis dato noch kein Angebot der Arbeitgeberseite gemacht worden.

ver.di fordert für die 2,3 Millionen Beschäftigten des Bundes und der Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Gleichzeitig sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Die Vorschrift, Auszubildende nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zu übernehmen, will ver.di wieder in Kraft setzen. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen. Der Bund wird aufgefordert, das Verhandlungsergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die 344.000 Beamtinnen und Beamten, Richterinnen und Richter, Soldatinnen und Soldaten sowie 182.000 Versorgungsempfängerinnen und -empfänger zu übertragen.

 

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